Die fürstliche Residenz Wolfenbüttel

Wolfenbüttel gehört zu den etwa 170 büttel-Orten, die sich von der Eider im Norden zwischen Elbe und Weser bis nach Wolfenbüttel im Süden erstrecken. Die Gründungszeit ist unbekannt. Die Endung -büttel bedeutet Siedlung - Gehöft - Eigentum. Im Jahre 1118 wird der Ort als Herkunftsname eines Ministerialgeschlechts der Wulferesbutle urkundlich erwähnt. Es ist anzunehmen, daß die erste Siedlung um eine Wasserburg auf einer Okerinsel angelegt wurde. 1255 gelang es den Welfen, die Burg in ihren Besitz zu bekommen. Seit 1283 ist sie unter Herzog Heinrich Mirabilis bevorzugter Herrschaftssitz. Aus dem Dunkel der Geschichte tritt Wolfenbüttel erst um 1432 hervor, als die alte Wasserburg, die auf dem sumpfigen Gelände der Okerniederung angelegt wurde, endgültig welfische Residenz wird. Die Funktion einer befestigten Residenzstadt prägt in den nachfolgenden Jahrhunderten bis zum Abzug der fürstlichen Hofhaltung nach Braunschweig im Jahre 1753/54 das Gesicht des Ortes. In der übersichtlichen Einheit seines Aufbaues zeigt sich Wolfenbüttel auch heute noch als die erste planmäßig konzipierte Renaissancestadt in Deutschland mit seinem repräsentativen Schloßbezirk, den fürstlichen Verwaltungsbauten, den charakteristischen Hofbeamtenhäusern und den Wohnbezirken der gewerbetreibenden und dienstleistenden Bürger. Am 7. August 1570 verleiht Herzog Julius seiner erweiterten Residenz Wappen, Siegel und Marktrecht. Der Besucher Wolfenbüttels wird den unverwechselbaren Charakter einer alten Residenzfestung bei einem Rundgang spürbar erleben.

Mehr über Wolfenbüttel im Internet:

http://www.wolfenbuettel.de
http://www.wolfenbuettel-tourismus.de